home
aktuell
Das sind wir
Unsere Vision
Unsere Gemeinden
Wohltorf
Iganga
Fahrrad Sammelaktion
m 1 € durch den Zoll
Kindergarten
Presse
Forum
Spenden
Interessante Links
Kontakt
Impressum

 

 

 

   

Flagge von Uganda

 

Flagge von Deutschland

 

Uganda und Deutschland

 

Zwei Länder, die sehr unterschiedlich sind. Da die meisten Leser dieser Seite Deutschland ganz gut kenne, werde ich ein bisschen über Uganda schreiben. Ich habe im Verlauf meiner Recherchen für diese website soo viel über Uganda gelesen, dass ich jedem Leser dieser Seite nur ans Herz legen kann, sich ebenfalls auf das Thema Uganda/Akfrika einzulassen und selber zu staunen .... (Kerstin Kleenworth)

  Jamhuri ya Uganda (Swahili) oder Republic of Uganda (englisch)

Lage und Sprache

Die Perle Afrikas ( laut Winston Churchill) liegt im Osten Afrikas. Im Norden grenzt es an den Sudan, im Osten liegt Kenia, im Süden an Tansania. Ruanda liegt im Südwesten und die Demokratische Republik grenzt an den Westen Ugandas. Der Viktoriasee bildet zum Teil eine natürliche Grenze zu Kenia und Tansania. Der Name stammt von dem Königreich Buganda, das im südöstlichen Teil des Landes liegt. Dort wird Luganda gesprochen. Der erste Kontakt der Euroäer mit dem Völkern Ugandas fand über die Küste Tansanias statt, dadurch wurde der Name Uganda geprägt, der der Sprache Swahili entstammt.

Die Amtssprache ist Swahili bzw. Englisch. Es gibt jedoch sehr viele Dialekte.

 Die Fläche beträgt 241.040 km²  und es gibt 31.367.972 Einwohner (das sind 113 Einwohner/m²),von denen jeder dritte mit AIDS infiziert ist. Es war eines der ersten Länder, das es auch zugegeben hat, davon betroffen zu sein. Auch setzten die Ugander früh Aufklärungskampanien ein, und diese Krankheit wird - im Gegensatz zu anderen afrikanishen Ländern, sehr offen diskutiert. 

Die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 47,5 Jahren (wobei Männer 47 und Frauen 48 Jahre alt werden - im Durchnitt). Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 8 % und die Müttersterblichkeit bei 550 je 100.000 Geburten! Die Fruchtbarkeit liegt bei 7,1 Kindern pro Frau! 

Leben und Essen

Die White Ants sind, roh oder gebraten, eine Delikatesse in Uganda. Wenn diese Ameisen zu ihrem Brautflug fett aus ihren Bauten kommen werden sie von jedermann eifrig gesammelt oder gelockt: vor allem Kinder, die bei ihrem Treiben ganz das ‚Msungu!Msungu!’-Rufen vergessen, klopfen mit ihren Fingern auf umgedrehten Kochtöpfen, die sie verkehrt herum auf Ameisenloecher gestellt, um Regen zu imitieren, was wiederum die Insekten herausscheucht. Die Ameisen werden lebend oder gebraten mit etwas Salz oder Curry gegessen.

Weil in Uganda der Strom nicht für alle reicht, herrscht das Sharing System, das heisst dass es überall nur jeden zweiten Tag Strom gibt. Man muss also aufpassen und mitzählen, wann Power Day ist und wann nicht, ansonsten steht man vor dem geschlossenen Internetcafe oder muss mehr zahlen, weil ein Generator betrieben wird.
Ausgeschlossen sind Institutionen wie Krankenhaeuser, normalerweise auch Viertel in denen prominente Politiker wohnen...

Geographie und Klima
 

Uganda ist von Seen, dem Weißen Nil (hier Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen geprägt. Im Süden des Landes verläuft der Äquator. Der tiefste Punkt Ugandas ist der Unterlauf des Albert-Nils auf etwas 610 m über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt des Landes ist auf dem Margherita Peak (auch Mont Stanley) im Ruwenzori-Gebirge, in einer Höhe von 5.110 m.

Die wichtigsten Rohstoffe des Landes sind Kupfer, Kobalt, Kalstein, Nickel und Steinsalz. Wasserkraft und landwirtschaftlich gut zu nutzender Boden stellen weitere Ressourcen dar.

Hauptausfuhrgut ist Kaffee, in kleinerem Umfang auch Gold. Ebenso werden kleine Mengen Tee, Fisch aus dem Viktoria-See und Tabak exportiert. Der Anteil des Bananenanbaues liegt bei 11% (des Weltanbaues).

Weil Uganda größtenteils auf einem Plateau in einer Höhe von ca. 1.000m liegt hat dies natürlich auch seinen Einfluß auf das Klima des Landes. Es ist tropisch-warm, jedoch durch die Höhenlage deutlich kühler. Aus diesem Grunde hat Uganda ein eher angenehmes Klima, mit Temperaturen zwischen 25° und 30° C tagsüber und nachts meistens um die 17° C. Die Extremwerte liegen zwischen 10° und 35° C. Es gibt nur zwei trockenere Perioden (Dezember bis Februar und Juni bis August). Die Niederschläge verteilen sich auf das ganze Jahr.

 

Flora und Fauna

In Uganda gibt es eine artenreiche Pflazenwelt. Im Osten die Savanne geht sie wetlich in den Regenwald über, was sich positiv auf die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere auswirkt. Zudem gibt es mannigfaltige Lebensräume durch die Höhenschichtung.

 Die ursprüngliche Fauna ist in den Nationalparks noch am ehesten erhalten, dort jedoch auch durch die Bürgerkriege beeinträchtigt. Es gibt eine Antilopenart – die Uganda Kob – die nur in Uganda heimisch ist. Rund um den Viktoria-See findet sich häufig das Wappentier Ugandas, der Kronenkranich.

Gesellschaft

Durch die vielen HIV Erkrankungen liegt das Durchschnittslater bei 15 Jahren. Viele Kinder werden von ihren Großeltern großgezogen, weil die Eltern mittlerweile an AIDS gestorben sind. Nur 68 % der Kinder nach dem 15. Lebensjahr können Lesen und Schreiben, obwohl nach Abschaffung des Schulgeldes 1996 mittlerweile 98 % der Kinder zumindest eingeschult werden.

Die Bevölkerung setzt sich folgendermaßen zusammen:

60 % Bantuvölker

24 % Niloten

 7 % Sudanvölker

0,02 % Ik (kleines Bergvolk im NO Ugandas sowie in Kenia)

0,98 % Nicht-Afrikaner

8 % Andere (was auch immer das heißen mag...)

Religion

85 % ca. sind Christen, davon 45 % römisch-katholisch und 35 % anglikanisch.

Über 12 % sind sunnitische Muslime

ca. 1 % sind Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen

Zudem gibt es eine kleine Anzahl von Juden, Evangelikale Christen der Pfingsbewegung und Mitglieder der Neuapostolischen Kirche.

Geschichte

Uganda gehört zur „Wiege der Menschheit“. Die „Twa“ (früher Pygmäen) stellen wohl die ältesten heute lebenden Ethnien Ugandas dar. Vor ungefähr 2000 Jahren wanderten ackerbebauende Bantu ein, die die Pygmäen zurückdrängten und ihrerseits die Niloten des Nordens nach Süden gedrängt wurden.

Seit dem 15. Jahrhundert bildeten sich vor allem im Süden bei den Bantus die heutigen Aristrokraten, hauptsächlich Königreiche. Unter ihnen hatte das Königreich Buganda eine führende Rolle. Weitere Königreiche waren Ankole, Bunyoro und Toro.

Die nilotischen Stämme des Nordens waren Nomaden und Hirtenvölker, die sich in kleinen Einheiten organisierten.

Im 19. Jahrhundert unterhielten arabische Händler vor der Küste im Gebiet der großen Seen ein durchorganisiertes Handesnetz. Allem voran blühte der Handel mit Elfenbein und Sklaven.

Um 1860 entdeckten als erste Europäer die beiden britischen Forscher John Hanning Speke und James Augustus Grant die Quelle des Nils. Um diese Zeit begann die Kolonialisierung Ostafrikas. Zu den ersten Europäern, die sich in diesen Gebieten niederließen, gehörten sowohl katholische als auch protestantische Missionare. In erstaunlich kurzer zeit setzten sie in zahlreichen Volksgrppen ihren Glauben durch.

1893 wurde Uganda britisches Protektorat. Die koloniale Wirtschaft förderte den Baumwoll- und Kaffeeanbau. Dazu wurde die Eisenbahnlinie der Ugandabahn von Mombasa über Nairobi bis Kampala gebaut.

In den 1950er Jahren kam ein gelenkter Demokratisierungsprozess in Gang, es entstanden Parteien und ein Kongress. Am 09.10.1962 wurde Uganda schließlich unabhängig. Erster Premierminister wurde Milton Obote. Er begann die alten Königreiche aufzulösen, teilweise mit blutigen Massakern. Dadurch entfremdete er sich von der Bevölkerung. Das nutzte der zum Kommandeur aufgestiegene Idi Amin, ebenfalls ein nilote, aus; Während einer Abwesenheit Obotes übernahm er durch einen Militärputsch 1971 die Macht.

Bis 1979 war Uganda unter ihm eine Diktatur. Die Bevölkerung lebte unter ständiger Angst seiner Gewaltausbrüche. Nach dem plötzlichen Angriff ugandischer Truppen auf Tansania 1978, bei dem Idi Amin die Annexion des Kagera-Gebietes im Nordwesten Tansanias beabsichtigte, wurde nach dem tansanischen Gegenangriff im April 1979 die Hauptstadt Kampala unter der Mitwirkung von ugandischen Rebellenverbänden befreit, unter denen auch der heutige Staatschef Yoweri Mseveni war. Doch in den Wahlen im September 1980 kam Milton Obote wieder an die Macht, wobei ihm allerdings Wahlmanipulation vorgeworfen wurde. Daraufhin ging Museveni mit einer Rebellenarmee gegen ihn vor. Obote ließ in seiner 2. Amtszeit wieder politische Gegner ermorden, es kam wieder zur Verfolgung ganzer Volksgruppen, Folter und Terror herrschten schlimmer als je zuvor im Land.

Museveni begann mit wenigen Getreuen einen erfolgreichen Guerillakrieg, im Januar 1986 eroberte seine National Resistance Army (NRA) die Hauptstadt Kampala. Museveni wurde zunächst ohne Wahl als ugandischer Präsident vereidigt. Erste Wahlen zu einem provisorischen Parlament fanden im Februar 1989 statt. Im Mai 1996 fanden erstmals demokratische Präsidentschaftswahlen statt, in den er mit 75% der Stimmen im Amt bestätigt wurde, wie auch im März 2001 (69%). Fanden diese Wahlen noch unter dem oftmals kritisierten Verbot der Tätigkeit politischer Parteien statt, wurden diese 2005 zugelassen. Auch in den darauf folgenden Wahlen 2006 erfolgte seine Wiederwahl, obwohl seine Kandidatur nach mehr als zwei Amtsperioden erst nach einer Verfassungsänderung möglich war. Der Norden ist bis heute nicht. Die jetztige Regierung stellt sich zwar als positiv gesinnt gegenüber Menschenrechten dar und hat tatsächlich alle wichtigen internationalen Verträge und Konventionen unterzeichnet und ratifiziert, doch sind Defizite beim Umgang mit politischen Parteien und Regimgegnern wie auch die Rekrutierung von Kindersoldaten nach wie vor offenkundig.

 

 

 

impressum

to Top of Page

wichtelwam